Rund ums essen


Kriegsführung Neolibereler Art ???

19.03.2010     DIE USA LÜGEN; BETRÜGEN, MORDEN UND ZIEHEN UNSERE POLITIKER MIT REIN

Es ist passiert - und so erstaunlich wie es aussieht, so bedeutsam ist es: Deutschland hat sich im Sicherheitsrat gemeinsam mit Russland und China der Stimme enthalten, als es um die Flugverbotszone über Libyen und deren gewaltsame Durchsetzung ging. Doch für einen weiteren gravierenden außenpolitischen und militärischen Irrweg gibt es jetzt kein Halten mehr.

Unglaublich, mit welchem Propaganda-Donner die von außen gesteuerte Revolte in Libyen hier begleitet wurde. Gestern mutete uns die Tagesschau Bilder einer angeblich stark zerstörten Stadt zu, bei denen einfach kaum Zerstörung zu sehen war. Seit Wochen sehen wir Demonstrationen mit wenigen Menschen und sollen glauben, es handle sich um einen hausgemachten Volksaufstand. Seit Wochen sehen wir Aufständische, die ohne Gefechtssituation in die Luft ballern - und sollen das für Kampfhandlungen halten. Als ich noch Kriegsreporter war, habe ich mich geweigert, solche Szenen überhaupt zu filmen, sehr zum Ärger mancher (nicht aller) Afghanen. Aber schon damals konnte man kaum Chefredakteure finden (ich fand nicht einen), die echte von gestellten Kampfszenen unterscheiden konnten. Und heute ist doch ohnehin alles wurscht, nicht wahr, wir werden dermaßen belogen, dass solche Kleinigkeiten gar nicht mehr auffallen. Und dann schauen wir uns einmal diese Bewaffnung der Rebellen an: japanische Pick-Ups mit aufgepflanztem MG - saudischer Standard für Peschawar. Ich fühle mich ganz wie zuhause.

Haben wir wahrgenommen, dass die USA erst dann öffentlich für eine Flugverbotszone eintraten, als sie hinter den Kulissen Russland und China weichgeklopft hatten? Ist uns klar, dass beide Länder gern zusehen, wie die USA/Nato sich ins politische Abseits und ins historische Aus paddeln? Und ist uns klar, dass allein der Begriff „Flugverbotszone“ eine blanke Lüge darstellt, da es ja nicht um ein freundlich-wohlmeinendes Flugverbot sondern vielmehr und in Wahrheit um dessen gewaltsame Durchsetzung geht? Nach britisch-französischer Ansicht auch noch mit Bodenkrieg? Wunderschön auch, dass es Washington gelungen ist, derart prima Pudel in London und Paris zu installieren, dass Hillary jetzt hinterherstolzieren kann wie eine dieser Damen vom Montmartre. 

Nur auf einen erstaunlichen Weg möchte ich noch aufmerksam machen: Westerwelle lässt nicht locker, er macht nicht mit. Ich wette heute, öffentlich, quatsch, ich bin mir sicher, dass er demnächst gewaltige innenpolitische Probleme bekommt. Da könnte sehr wohl auch eine handfeste Affäre dabei sein. Da könnte Pech mit den Landtagswahlen, Krach mit der Basis dabei sein. Und diese Mühlen mahlen langsam aber geduldig. Nächstes Jahr ist auch noch Zeit dafür - und dann kommt ja noch 2013, falls bis dahin der Euro noch da ist und die Wirtschaft noch steht.

 

 

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Ein Bombenkrieg ist nicht der richtige Weg

Sonntag, 20. März 2011 , von Freeman um 17:47

Was wegen Japan völlig untergegangen ist, am 19. März war der 8. "Geburtstag" des Irakkrieg. Ist es nur Zufall, dass der Beginn der Bombardierung von Libyen auch am 19. März nun begonnen hat? Ist das jemand aufgefallen? Heute vor acht Jahren begann der Krieg gegen den Irak mit einem Bombenhagel auf Bagdad und anschliessenden Einmarsch amerikanischer und britischer Truppen im Süden des Landes. Acht lange Jahre Krieg sind es nun und er dauert immer noch an. Jetzt haben Amerika und seine Vasallen am gleichen Tag den nächsten Krieg mit einem Bombenangriff gegen Libyen angefangen.

Was hat der Heilsbringer Obama 2008 versprochen? So bald er Präsident wird will er alle Kriege beenden. Deswegen wurde er gewählt. Was hat er aber gemacht? Im Irak einige Soldaten abgezogen und sie dafür in Afghanistan eingesetzt und die Kriege auf Pakistan und Jemen ausgeweitet, wo Bombardierungen stattfinden. Und jetzt hat er einen neuen befohlen, gegen Libyen. Der Friedensnobelpreisträger macht alles andere als Frieden, sondern nur noch mehr Kriege.

Mittlerweile wird berichtet, die Luftangriffe gegen Libyen übersteigen das Mandat der UN-Resolution, in der die Einrichtung einer Flugverbotszone und alle notwendigen Massnahmen zum Schutz von Zivilisten gebilligt wurden. Die Angriffe hätten nicht-militärische Ziele in der libyschen Hauptstadt und drei weiteren Städten getroffen. Es liegen Berichte über 48 getötete Zivilpersonen und mehr als 150 Verletzte vor, ausserdem sei ein medizinisches Zentrum teilweise zerstört worden.

Der Chef der Arabischen Liga, Amr Mussa, hat das Vorgehen der internationalen Streitkräfte in Libyen kritisiert. Die Luftangriffe dienten nicht dem vereinbarten Ziel, eine Flugverbotszone über dem Land durchzusetzen, sagte Mussa am Sonntag vor Journalisten in der ägyptischen Hauptstadt Kairo. "Wir wollen Schutz für die Zivilbevölkerung und keinen Beschuss weiterer Zivilisten", fügte er hinzu.

Das chinesische Aussenministerium hat die Luftangriffe der internationalen Koalition auf Ziele in Libyen kritisiert. China habe die jüngsten Entwicklungen in Libyen zur Kenntnis genommen und bedauere die Militärangriffe auf das Land, teilte das Ministerium in Peking am Sonntag mit. China respektiere die "Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territoriale Integrität" des nordafrikanischen Landes und lehne die Anwendung von Gewalt in internationalen Beziehungen ab.

Russland distanzierte sich auch vom militärischen Vorgehen gegen Libyen. "Wir bedauern diesen bewaffneten Einsatz im Rahmen der UNO- Resolution 1973, die in Eile beschlossen wurde", teilte das Aussenministerium in Moskau am Sonntag auf seiner Internetseite mit. Russland rufe zu einer baldigen Waffenruhe auf. "Das Blutvergiessen muss schnell gestoppt werden, und Libyen muss schnell den Dialog aufnehmen, damit der Konflikt auf Dauer gelöst werden kann."

Die Afrikanische Union hat die Militärintervention gegen Libyen auch verurteilt. Im Namen des Komitees der Staatenorganisation erklärte der mauretanische Präsident Mohamed Ould Abdel Aziz, die Lage in Libyen erfordere dringende Massnahmen für eine afrikanische Lösung der schweren Krise. "Diese Lösung muss unserem Respekt für die Einheit und territoriale Integrität Libyen sowie der Ablehnung jeder ausländischen Militärintervention, gleich welcher Art, entsprechen."

Rund 5000 Anhänger der Kommunistischen Partei Griechenlands haben am Sonntag in Athen gegen die Luftangriffe protestiert. Mit Bannern, die Aufschriften wie "Imperialisten raus aus Libyen" trugen, zogen sie von einem zentralen Platz in der griechischen Hauptstadt zur US-Botschaft.

Ebenfalls heute hatten sich einige Demonstranten vor einem Stützpunkt der US-Streitkräfte auf der griechischen Insel Kreta versammelt. Sie forderten ein sofortiges Ende der Luftangriffe sowie die Schliessung des Stützpunktes.

Die libyschen Rebellen hätte man anders helfen können, damit sie den Umsturz alleine durchziehen. Zum Beispiel mit Luftabwehrraketen, so wie man die Mudschaheddin in Afghanistan auch mit Stinger-Raketen heimlich beliefert hat, um die sowjetischen Helikopter und Flugzeuge abzuschiessen und ihre Lufthoheit zu brechen. Danach wurden die Besatzer besiegt.

Dabei handelt es sich im Falle von Libyen um einen innerstaatlichen Konflikt. Man kann den Rebellen wünschen, sie schaffen eine Absetzung von Gaddafi, aber sie haben den falschen Weg gewählt, den mit Waffengewalt und das ist ein Fehler. Ist doch klar er würde sich dann wehren und zurückschlagen. Wenn in einem westlichen Land bewaffnete Rebellen die Regierung stürzen wollen, dann werden sie auch von Militär bekämpft. Und wenn die Opposition es nicht aus eigener Kraft schafft, dann war die Zeit noch nicht reif dafür.

Statt den Rebellen einem friedlichen Weg vorzuschlagen, wie in Tunesien und Ägypten, der mit Sanktionen flankiert wird, hat der Westen einen Grund gefunden den nächsten Bombenkrieg zu starten, der, wie wir bereits sehen, Opfer unter denen fordert, die er angeblich schützen soll. Der Schuss könnte sogar nach hinten losgehen, denn jetzt wo Libyen vom Ausland angegriffen wird, kann eine Solidarisierung stattfinden und noch mehr Menschen zu Gaddafi stehen.

Der Westen mit der NATO, sowie seine Alliierten, betreiben überall ihre imperialistischen Kriege, bombardieren laufend Länder und jetzt kommt Libyen dran ... und alle schauen zu, finden es auch noch toll und gerechtfertigt. Dabei ist Gewalt nie die Lösung, sondern bringt nur noch mehr Leid, Tot und Zerstörung. Es kann sogar sein, Gaddafi bleibt an der Macht und der Westen sagt dann, es muss eine Invasion folgen.

Wenn wir gerade von einer Flugverbotszone zum Schutz der Zivilbevölkerung reden, wo war eigentlich die NATO als Israel den Libanon 2006 angegriffen hat und mit ihren Bombenagriffen aus der Luft 1'200 Zivilisten tötet und die ganze Infrastruktur des Landes zerstörte? Oder was war mit dem Krieg gegen Gaza 2009, wo die Bombardierung 1'400 Menschen das Leben kostete und 4'000 Häuser in Schutt gelegt wurden?

Mussten diese werhrlosen Zivilisten nicht auch von Luftangriffen beschützt werden? Ach ja, das ist ja was anderes, die dürfen das. Und jeden Tag werden in Pakistan durch amerikanische Drohnen zahlose Zivilisten bombardiert und getötet. Zuletzt vor zwei Tagen mit 40 Toten. Wenn der Westen Menschen tötet ist es gerechtfertigt, wenn andere es tun dann ist es Mord.

Inflationsangst

31. März 2011 08:07; Akt: 31.03.2011 08:40 Print

Amerikaner trauen dem Dollar nicht mehrAmerikaner trauen dem Dollar nicht mehr

von Sandro Spaeth - Inflationspanik treibt US-Politiker zu ungewöhnlichen Forderungen. Sie wollen Gold als Zahlungsmittel zulassen. Für die Notenbanker ein Schlag ins Gesicht.

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Das Vetrauen in den Dollar schwindet. Mehrere US-Bundesstaaten wollen Gold und Silber als offizielle Zahlungsmittel zulassen. (Bild: Keystone)

Bald reicht ein Dollar womöglich nicht mal mehr aus, um beim Händler an der Ecke ein paar Gramm Jelly-Belly-Süssigkeiten zu kaufen. Die US-Bevölkerung fürchtet sich vor der Inflation – und dies nicht unbegründet. Das Haushaltsdefizit der USA hat im Februar mit 222,5 Milliarden Dollar einen monatlichen Rekordwert erreicht; der gesamte Schuldenberg beträgt mittlerweile mehr als 14,3 Billionen Dollar.

Wegen des Inflationsgespensts greifen US-Politiker zu ungewöhnlichen Massnahmen. So hat das Parlament im konservativen Bundesstaat Utah Gold und Silber als Zahlungsmittel legalisiert. Die Stimmung hat sich aber nicht nur im konservativen Mormonenstaat gegen den Dollar und die expansive Geldpolitik von US-Notenbankchef Ben Bernanke gewendet.

Bestrebungen für die Legalisierung von Gold und Silber als Währung gibt es in 13 Bundesstaaten, darunter Colorado, Oklahoma, Tennessee und Washington. Die Gesetzesentwürfe sind unterschiedlich, die Absicht dahinter ist dieselbe: Man traut der Notenbank und ihrer Geldmengenausweitung nicht mehr über den Weg und will sich auf eine eigene, harte Währung verlassen.

US-Geldpolitik unterwandert

«Die Bestrebungen nach der Einführung von Gold als Zahlungsmittel sind ein Schlag ins Gesicht des Fed», sagt ZKB-Währungsökonomin Susanne Toren zu 20 Minuten Online. Mit einer Parallelwährung würde die US-Geldpolitik unterwandert, eine vernünftige Geldpolitik sei danach fast unmöglich.

Verlangen Händler plötzlich, in Gold statt in Dollar bezahlt zu werden, tritt für die USA ein Worst-Case-Szenario ein. «Wegen dieses Vertrauensverlusts würde der Wert des US-Dollars massiv sinken», sagt Toren. Das dürfte das ganze Währungsgefüge durcheinanderwirbeln. US-Staatsanleihen, die vorab von China und Japan gehalten werden, würden massiv an Wert verlieren. Zudem müssten die USA für neue Anleihen plötzlich grosse Risikoaufschläge zahlen.

Silberlinge statt Bankkonto

Ob ein US-Bauherr sein Häuschen in Salt Lake City bald in Gold bezahlt, ist aber höchst ungewiss. Noch kann in Utah – wo das «Gold-Gesetz» am weitesten fortgeschritten ist – der Gouverneur sein Veto einlegen. Ein Teil der Einwohner hat die Vorbereitungen aber längst getroffen. Die «Salt Lake City Tribune» berichtete von einem Gold- und Silberrausch und wie Bewohner in ihren Häusern Silbermünzen versteckten, statt das Geld auf Bankkonten zu horten.

Für Währungsexpertin Toren ist klar, dass sich das Fed gegen die Tendenzen, Edelmetalle als offizielle Zahlungsmittel zuzulassen, wehren wird. «Die Anti-Inflationsbemühungen werden verstärkt», sagt Toren. Notfalls müsste das Fed seine expansive Geldpolitik eher und bestimmter als beabsichtigt zurückschrauben. Eine Inflationspanik hält die Ökonomin aber für übertrieben. Bis auf Weiteres übten die US-Löhne stark preisdämpfenden Einfluss aus.

Gold als heimliche Währung

Dass sich Gold zur heimlichen Währung mausern kann, zeigt das Beispiel Vietnam. Laut der Vietnam Gold Traders Association befinden sich in den Händen Privater 400 Tonnen Gold. Die Bürger horten das Edelmetall, weil sie das Vertrauen in ihre Landeswährung Dong verloren haben. Das kommt nicht von ungefähr: Im März erreichte die Teuerung mit über 12 Prozent ein Zwei-Jahres-Hoch.

Von solchen Werten sind die USA noch weit entfernt. Die US-Notenbank hat aber jüngst betont, die Teuerungsentwicklung genau im Auge behalten zu wollen. Der Grund: Die Inflationserwartungen sind jüngst auf 4,5 Prozent und darüber geschnellt. Die Befürworter von Gold und Silber als Zahlungsmittel dürften sich in diesen Prognosen bestärkt sehen.


  • "Guru" am 04.04.2011 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Reales Gold fliesst nach Asien ab

    Dem Insider fällt auf: Amerikanische Hedgefunds drücken vorübergehend die Goldkurse nach unten und hoffen auf Geld für den nächsten Börsenhype. Schwache Hände steigen aus Gold kurzzeitig aus. Asiatien u.a. kaufen sofort auf. Russland stockt auf. Und zwar reales Gold. So verknappt sich das Gold-Angebot (z.B. Münzen, Barren) zusehends und der Wiedereinstieg wird immer teurer. Die fundamentalen Krisen schwelen weiter. Die Verschuldung steigt. Im ersten Moment von globalen Krisen fällt der Goldpreis, weil realisiert werden muss. Dann gehts wieder höher bei real kleinerem Angebot. Und so fort


     
  • Zeit für eine Wende

    Alle "namhaften" Währungen der Welt besitzen keinen inneren Wert. Und da es in einer Industriegesellschaft kaum noch echte Wertschöpfung gibt, gehen diese Währungen bald dem Ende zu. Dieser Zeitpunkt scheint sehr nah zu sein. Börse, Banken und Eliten sind natürlich nicht daran interessiert, denn ohne Wirt kein Parasit. Die "moderne" Diestleistungsgesellschaft ist ein Witz, wir schneiden uns gegenseitig die Haare oder erstellen Webseiten für "tolle" Firmen, die es morgen nicht mehr gibt. Ohne Armut der Massen kein Reichtum für Wohlstand


     
  • 2 lügensätze übersetzt

    2 sätze mal auf richtige deutsche bedeutung übersetzt: Mit einer Parallelwährung würde die US-Geldpolitik unterwandert, eine vernünftige Geldpolitik sei danach fast unmöglich. = die spendierhosen sind ausgezogen bei der regierung = grund warum man auf keinen fall darauf verzichten kann, als FED sich dagegen zu wehren weil´s das geschäft mit den zinsen der regierung versaut. Bis auf Weiteres übten die US-Löhne stark preisdämpfenden Einfluss aus. = die grösste sauerei.... bedeutet, dass trotz steigerungen in der lebenshaltung keine ausreichenden lohnsteigerungen stattfinden.

     

    Kritische Redakteure mussten in Bahrain gehen

    Montag, 4. April 2011 , von Freeman um 09:00

    Die Doppelmoral des Westen wird deutlich wenn man das Vorgehen gegenüber Libyen mit Bahrain vergleicht. Offiziell geht es beim Krieg gegen Libyen um "den Schutz der Zivilbevölkerung vor Gewalt", das vom Gaddafi-Regime ausgeht. In Bahrain übt das Regime genau so Gewalt gegenüber der Zivilbevölkerung aus, werden Menschen zusammengeschossen, nur das ist was anderes und wird todgeschwiegen.

    Was ist der Unterschied? Gaddafi ist zu einem "bösen Diktator" umgemünzt worden der entfernt werden muss und der Regent von Bahrain darf bleiben, da er ja ein "guter Diktator" ist, weil er die Stationierung der 5. US-Flotte erlaubt, ein Bollwerk gegenüber dem Iran.

    Deshalb wird der eine bombardiert und der andere darf machen was er will. So zum Beispiel auch die grösste Zeitung der Opposition verbieten. Wo bleibt die ach so vom Westen immer zitierte "Demokratie" und "freie Meinungsäusserung" in diesem Fall?

    Die Behörden von Bahrain haben Al-Wasat verboten, die wichtigste Oppositions-Zeitung, die sich kritisch über das Regime geäusserte hat und wie sie gewaltsam gegen die Demonstranten vorgegangen ist. Die Zeitung erschien nicht am Sonntag, nach dem das Informationsministerium verkündete, sie haben die Schliessung befohlen.

    Al-Wasat wird beschuldigt, "unethisch" über den von Schiiten angeführten Aufstand gegen die von Sunniten geführte Regime berichtet zu haben. Die Zeitung wird vorgeworfen, Berichte vergangene Woche "fabriziert" zu haben, über die "Sicherheitsentwicklung in Bahrain".

    Das staatliche Fernsehen behauptet, die Tageszeitung hätte "falsche Nachrichten" veröffentlicht und "erfundene Namen von Leuten die durch die Polizei misshandelt wurden."

    Auch die Online-Ausgabe von Al-Wasat wurde blockiert.

    Der König des 700.000 Einwohner zählenden Golfstaats verhängte im März den Ausnahmezustand und befahl Polizei und Soldaten auf die Demonstraten zu schiessen. Zusammenstösse zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten haben mindestens 20 Menschen das Leben gekostet, zahlreiche Demonstranten, Aktivisten und Oppositionspolitiker wurden festgenommen. Blogger und Journalisten wurden von bewaffneten Schlägern bedroht.

    Das Regime rief auch die Truppen der Golf-Kooperationsrates um Hilfe, lies den Einmarsch von Tausenden Soldaten aus Saudi Arabien und den anderen Golfstaaten zu, um die Proteste für mehr Demokratie niederzuschlagen. Ausser einigen Lippenbekenntnisse, akzeptiert der Westen und die USA diese Unterdrückung der Opposition.

    Was wir hier sehen ist wieder eine riesen Heuchelei, denn der Westen hat sich noch nie wirklich im Nahen Osten für Demokratie eingesetzt. Je nach dem wie es in die strategischen und wirtschaftlichen Interessen passt, wird ein Regime gestürzt und das andere an der Macht gehalten.

    Der wichtigste Motor der Interventionspolitik ist aber immer, was ist im Interesse des zionistischen Gebildes. Das hat die höchste Priorität. Wer dem im Wege steht wird verteufelt, bekämpft und weggräumt. Da die korrupten Herrscher auf der arabischen Halbinsel mit den Zionisten schön brav kooperieren, werden sie geduldet.

    In der Zwischenzeit hat der Chefredakteur von Al-Wasat und zwei der wichtigsten Redakteure sich dem Druck gebeugt und gekündigt. Das Informationsministerium hat daraufhin zugestimmt, dass die Zeitung nach dem Ausscheiden der drei Journalisten von Montag an wieder erscheint, meldete die amtliche Nachrichtenagentur BNA.

    Chefredakteur Mansur al Dschamri sagte der Nachrichtenagentur AP, er habe gekündigt, um der Zukunft von Al-Wasat und der Existenzgrundlage seiner Mitarbeiter nicht zu schaden. Gegen ihn habe es eine Hexenjagd gegeben.

    Seit die Notmassnahmen verkündet wurden, haben wir unter extremen Bedingungen und immensem Druck gearbeitet“, sagte al Dschamri. Die Druckerei der Zeitung sei im vergangenen Monat zwei Mal verwüstet worden und Journalisten, Redakteure und andere Angestellte von Al-Wasat seien Opfer „einer systematischen Einschüchterungskampagne der staatlichen Medien“ geworden.

    Wenn man sich die heutige Onlineausgabe anschaut, dann ist die Zeitung voll auf Linie gebracht worden. Es stehen nur gute Nachrichten über das Regime drin, oder die Opposition wird beschuldigt die Einheit des Landes zu untergraben, der Besuch des britischen Verteidigungsminister in Bahrain wird erwähnt und wie wichtig die militärische Kooperation ist, ausserdem Sportnachrichten über Fussball und Tennis zur Ablenkung.

    Dieses gezwungene Ausscheiden von kritischen Journalisten ist aber nicht nur dort, sondern bei uns genau so. Auch im Westen gilt die Regel: "Die Meinungsfreiheit gilt nur solange man das sagst was die Mächtigen richtig finden."

     
     

    Gates – wir können uns Libyen nicht leisten

    Freitag, 1. April 2011 , von Freeman um 16:00

    Die USA sollten eine nähere Verbindung zu den libyschen Oppositionskräften vermeiden, sagte der US-Verteidigungsminister am Donnerstag. Ausserdem erzählte er dem Kongress, andere Länder müssten jetzt die Verantwortung für die Luftangriffe und die Ausbildung und Ausrüstung der Rebellen übernehmen. Er sei gegen eine Bewaffnung der Opposition, denn sie wüssten gar nicht genau wer diese sind. Ausserdem, wegen der Budgetkrise könnte sich das Pentagon die Kosten für den Libyen-Einsatz gar nicht leisten.

    Verteidigungsminister Robert Gates und Stabschef Admiral Mike Mullen sagten gemeinsam, es wäre der Punkt gekommen, wo die NATO die Last des Konflikts tragen müsste, nach dem die Kontrolle über die Militäroperation am Donnerstag der NATO übertragen wurde.

    Die Frage lautet, was für eine Art von Hilfe man der Opposition geben sollte, Waffen oder nicht tödliche Sachen,“ erzählte Gates den Senatoren. „Alle Mitglieder der Koalition denken darüber nach, aber unsere Regierung hat keine Entscheidung bisher getroffen.

    Gates und Mullen sagten, wenn die Rebellen Waffen und Ausbildung bekommen, dann muss es von anderen Ländern stammen und sie betonten, die USA hat immer noch keine verlässliche Information, wer die Oppositionskräfte überhaupt sind.

    Viele der Parlamentarier sind verärgert, weil die Regierung den Kongress zu wenig im Vorfeld des Angriffs auf Libyen informiert hätte. Einige beschwerten sich, die Mission wäre zu teuer und nicht genau definiert. Sie sind anderseits aber auch unglücklich darüber, das Pentagon will keine Luftangriffe mehr durchführen und überlasse diese den Franzosen, Briten und Kanadiern.

    Mullen sagte, ab dem 2. April werden die US-Flugzeuge nur noch bei einer besonderen Anfrage durch die NATO sich an den Luftangriffen beteiligen.

    Das Weisse Hause sagte in der Zwischenzeit, die Bewaffnung der Rebellen wird noch überlegt. Pressesprecher Jay Carney sagte, er sehe „keinen Widerspruch“ zwischen dem und was Gates ausgedrückt hat. Er fügte hinzu, „was der Präsident meint ist, er hätte weder ja oder nein dazu gesagt.

    Keiner der obersten Berater von Obama hat sich bisher öffentlich zu einer Ausweitung der US-Rolle in der Hilfe für die Rebellen ausgesprochen. Im Capitol Hill gibt es eine hitzige Debatte zwischen dem Ziel, Gaddafi zu entfernen, aber ohne die USA in einen kostspieligen Krieg hineinzuziehen, den viele Amerikaner nicht verstehen und nicht unterstützen.

    Ich bin damit beschäftigt, eine Ausweitung und eine endlose, gross angelegte amerikanische Verpflichtung in dieser Sache zu vermeiden,“ sagte Gates. „Wir sind in einer ernsthaften Budgetkrise.

    Die beiden obersten Militärs stellten dem Kongress gegenüber auch klar, es wird keine amerikanischen Bodentruppen in Libyen geben. Sie kommentierten aber nicht Berichte, die CIA hätte ein kleines Team vor Ort, welches mit den Rebellen zusammenarbeitet.

    Sie erzählten dem Kongress, die Rebellen sind eine grösstenteils unbekannte Gruppe, aber er verteidigte die US-Intervention mit den Worten, die Opposition wäre eine bessere Alternative als Gaddafi, obwohl seine Entfernung nicht funktionieren könnte.

    Wir könnten in die Situation kommen, das militärische Ziel zu erreichen, aber nicht das politische Ziel,” des Regimewechsels, sagte Gates. Es könnte zu einer längeren Pattsituation kommen. Gates glaubt, politischer und wirtschaftlicher Druck würden langfristig Gaddafi entfernen. Die militärischen Aktionen könnten ihn nur zügiger zu einer Entscheidung zwingen, in dem man seine Verteidigungsfähigkeiten schwächt.

    Was wir hier wieder sehen, habe ich bereits bei vorherigen Aussagen von Gates bemerkt. Die USA kann sich einen weiteren Krieg nicht mehr leisten und muss gezwungener Massen sich zurückhalten. Die bisherigen Kosten beliefen sich bereits auf 700 Millionen Dollar und jeder weitere Kriegstag würde mindestens 50 Millionen dazuaddieren.

    Wenn aber die USA völlig pleite sind, von jedem Dollar den sie ausgeben sich 40 Cents borgen müssen und sogar vor einer Zahlungsunfähigkeit stehen, dann muss Gates die Notbremse ziehen. Ein Kriegs- und Verteidigungsbudget von 1,2 Billionen pro Jahr ist nicht finanzierbar und auch nicht mehr gegenüber der Bevölkerung zu vertreten.

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    Irgendwie passend dazu die neueste Nachricht: Ein US-Kampfjet des Types A10 Warzenschwein ist über der Vulkaneifel bei Laufeld abgestürzt. Das Dorf entging nur knapp einer Katastrophe. Der Bürgermeister von Laufeld, Karl-Josef Junk, bestätigte, dass die Maschine etwa 300 Meter vor dem Dorf aufprallte.

    Na ja, dann haben wir ja Glück, dass die Maschine nicht auf ein Atomkraftwerk gefallen ist.

     
     

 

 
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